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  • Bericht Schermaus 
  • Bericht Fauna C72 ( Uni Erlangen )
  • Bericht Geotomographie Uni Bayreuth ( in Arbeit ) 
  • Bericht Slowenien Urlaub     v. Daniela, Bruno, Erno und Christian

Berichte

Hier sind unsere Berichte zu den Aktuellen Projekten und Befahrungen.
Auf der Rechten Seite findet Ihr alle derzeitig veröffentlichten Berichte.

Kleiner Testbericht für Kompakt - Kameras

Testbericht Kompaktkameras :

Das Wetter wird gut, die Urlaubssaison steht vor der Tür
Gründe zum Fotografieren gibt es immer.
Und da man ja nicht immer die Spiegelreflex mitschleppen will, steht für den einen oder die andere sicherlich die Anschaffung einer Kompaktkamera an – so auch für mich. Nachdem das ja mittlerweile auch schon eine einigermaßen komplexe Angelegenheit ist, wollte ich Euch an meinen Überlegungen teilhaben lassen – vielleicht hilft es ja bei der Entscheidungsfindung:
Dass für die Höhlenfotografie eine wasser- und stoßfeste Kamera sinnvoll ist (gerade, wenn es um’s „immer-dabei“ geht), steht wohl außer Frage. Da gibt es im wesentlichen 6  interessante Hersteller:
Nikon: Über die aktuelle Coolpix AW130 habe ich noch keine Tests gefunden, die Spezifikationen des Sensors sehen aber genauso aus wie die der (nicht so tollen) Vorgänger. Außerdem gibt’s keine manuellen Steuermöglichkeiten.

Ricoh WG-5 (ehemals Pentax): Hat langjährige Erfahrung mit Outdoorkameras, die Qualität scheint auch zu passen – aber erstens ist das Design sehr Taucher-mäßig (in der Zivilisation fällt man damit eher auf) und zweitens ist das Stativgewinde ganz am linken Rand der Kamera angebracht,  was die Nutzung von Mini-Stativen wegen der Kippgefahr stark erschwert – für die Höhle auch nicht wirklich gut. Nur sehr eingeschränkt manuell bedienbar.

Canon Powershot D30:
Solide Hausmannskost – Bildqualität geht wohl  in Ordnung, aber  in den technischen Daten habe ich nichts gefunden, was die Kamera von der Konkurrenz abheben würde – vor allem kann sie keine manuelle Belichtung.

Sony TX30:  Keine manuellen Einstellungsmöglichkeiten, sehr schwacher Blitz.  


Damit bleiben 2 heiße Kandidaten:

Panasonic Lumix FT5:Gute Bildqualität, aber vor allem punktet die Kamera mit manueller Belichtungseinstellung

Olympus TG-4:Bildqualität mindestens so gut wie bei der Panasonic, gute Weitwinkelfähigkeiten, gute Makro-Funktionen – und als Alleinstellungsmerkmal die Möglichkeit, RAW-Dateien zu speichern.

Doch grau, teurer  Freund, ist alle Theorie – also blieb mir nichts anderes übrig, als die beiden Kandidaten im Original auszuprobieren:

Zunächst die Äußerlichkeiten:Die Panasonic ist ein klein wenig kompakter und leichter (wobei etwas mehr Gewicht ja durchaus hilft, die Kamera beim Auslösen ruhig zu halten). Die Position des Objektivs bei der Panasonic erleichtert das Greifen bei einhändiger Bedienung, weil man mehr Platz hat, die Finger an der Kamera-Vorderseite unterzubringen. Aber auch die Olympus liegt gut in der Hand. Die Bedienelemente sind vergleichbar, bei der Panasonic fehlt jedoch das gewohnte Einstellrad für das Aufnahmeprogramm (das erreicht man über die „mode“-Taste). Mit dicken Handschuhen möchte ich beide nicht bedienen – Olympus hat sich da was einfallen lassen, nämlich „tap-control“, eine Bedienung der Grundfunktionen durch Klopfen auf das Kameragehäuse. Für Taucher sicher gut, ich hab’s nicht ausprobiert. Die Panasonic gibt’s übrigens in blau, silber und (urks) orange, Olympus beschränkt sich auf schwarz und rot.  Insgesamt hat die Panasonic beim Gehäuse ein bisschen die Nase vorn.

Bei der Panasonic ist noch ein externes Ladegerätim Karton,  Olympus liefert nur ein Steckernetzteil für den USB-Anschluss mit. Falls man sich also einen zweiten Akku kauft, muss man beide im Wechsel in der Kamera laden – es sei denn, man besorgt sich ein zusätzliches Ladegerät, das Original von Olympus kostet schlappe 70 Euro. Klarer Vorteil Panasonic.

Das Objektiv der Olympus hat einen Zoombereich von 25-100mm KB-Äquivalent und ist im Weitwinkelbereich sehr lichtstark (2.0). Panasonic zoomt von 28-125 und beginnt bei 2.8. Vor allem in Höhlen hat man’s ja gerne mal weitwinklig (und lichtstark), also Vorteil Oly.

Ausgiebige Tests der Bildqualität habe ich mir erspart, das ist ein Riesenaufwand wenn man’s vernünftig machen will – und das haben schließlich schon die Leute von dpreview.com gemacht, wer’s genau wissen will, kann dort nachschauen  (sehr empfehlenswert).  Ich habe beim Ausprobieren keine wirklich relevanten Unterschiede gefunden, bei  hoher Empfindlichkeit schien mir die Panasonic einen Tick besser – aber wie gesagt, ein seröser Test ist das nicht. Also unentschieden.

Wer gerne manuell eingreift, hat bei Olympus einige Parameter (z.B. Weißabgleich, Sättigung, Iso) schneller im Zugriff, bei der Panasonic muss man sich durchs Menü hangeln. Kleiner Vorteil Oly.

Bei den Belichtungsprogrammen haben beide die üblichen Motivprogramme für alles mögliche und unmögliche (das einzige was es nicht gibt, ist „Höhle“), dazu Standard-Programmautomatik, Makro, Nachtmodus  u.s.w.  Die Panasonic spielt hier ihre absolute Trumpfkarte aus: Vollständig manuelle Belichtungssteuerung! Blende ist nur in 2 Stufen wählbar, aber Zeiten bis 4 Sekunden sind manuell einstellbar (im Nachtaufnahme-Modus sogar bis 30 Sekunden) – in der Höhle kann das Gold wert sein! Riesenvorteil Pana.

Beim Vergleich der Blitzeist die Reichweite der Oly etwas besser (getestet in Tele-Einstellung, da ist die Lichtstärke beider Objektive ähnlich). Zudem bietet die TG-4 die Möglichkeit, einen Olympus-kompatiblen Systemblitz als Slave einzusetzen – mangels Gerät konnte ich das nicht testen. Allerdings ist die maximale Entfernung für die Slave-Steuerung mit 1m angegeben, was den Nutzen in der Höhle natürlich stark einschränkt. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es auch optische Servo-Auslöser mit Vorblitzunterdrückung gibt, die dann auch mit der Panasonic funktionieren sollten – habe ich aber nicht ausprobiert.  Also: Vorteil Olympus.

Ein kleiner, aber lästiger Nachteil bei der Olympus: Die Kamera merkt sich Blitzeinstellungen nicht. Hat man z.B. im Automatikmodus den Blitz ausgeschaltet, ist er nach dem nächsten Einschalten der Kamera wieder an – kann in manchen Situationen ziemlich peinlich werden. Umgehen lässt sich das nur, indem man einen der beiden „custom“-Modi entsprechend programmiert. Vorteil Pana.

Interessant fand ich natürlich die Farbtreuebei Fotos mit LED-Licht.  Bei Scurion-Beleuchtung liefern beide Kameras mit dem automatischen Weißabgleich realitätsnahe, aber doch etwas kühle Bilder. Bei der Panasonic ließ sich mit dem manuellen Weißabgleich ein etwas natürlicherer (wärmerer) Bildeindruck erzielen, was mir mit der Oly nicht gelungen ist. Leichter Vorteil Pana.

In puncto Makrofotografie hat die Olympus wesentlich mehr zu bieten: Ein 10-Cent-Stück formatfüllend abzubilden, dürfte wohl kaum eine andere kompakte schaffen. Dazu gibt es noch das „focus-Bracketing“ (Aufnahmeserie mit unterschiedlichem Fokus, die Einzelbilder werden zu einem Bild mit erhöhter Tiefenschärfe zusammengefügt) und einen optionalen Ringblitz-Aufsatz (40€) – Vorteil Oly, und zwar mit großem Abstand.

Panorama-Aufnahmen sind mit der Panasonic zwar leichter zu machen (die Kamera wird einfach 8 Sekunden lang geschwenkt), dafür sind die Ergebnisse bei der Olympus aber qualitativ erheblich besser. Die Kamera fügt bis zu 3 Bilder zusammen, mit Unterstützung der PC-Software (die ich nicht ausprobiert habe), sollen es bis zu 10 sein.
Vorteil Oly.  

Nicht ausprobiert habe ich übrigens die Videofunktionen (ist mir nicht sooo wichtig), das GPS, die WLAN-Fähigkeiten (beide Kameras kann man über ein Smartphone fernsteuern), die Wiedergabe am Fernsehgerät und alles andere was mich weniger  interessiert  ;-)  Auch die Outdoor-Fähigkeiten (beide stoßfest bis 2m, Tauchtiefe Panasonic 13m, Oly 15m) habe ich aus naheliegenden Gründen nicht auf die Probe gestellt.  

And the winner iiiiiis….? 

Für Makro-Freunde ganz klar die Olympus – da kommt Panasonic lange nicht mit. Auch ansonsten hat die TG-4 einiges zu bieten, z.B. in puncto Objektiv und bei der Panorama-Fähigkeit.  Wägt man alle Vor- und Nachteile gegeneinander ab, wird für die meisten Bedürfnisse die Olympus die Nase vorn haben – aber eben nur für die meisten:  In der Höhle eröffnet die Möglichkeit, manuell länger zu belichten, weitaus mehr Möglichkeiten (Fotos mit Helmlampenbeleuchtung, manuell ausgelöste Blitze). Wer sich also die Möglichkeit offenhalten will, in der Höhle mit der Kompaktkamera mehr als „point and shoot“-Bilder  zu machen, landet fast zwangsläufig bei der  Panasonic, so auch ich. Aber was mache ich, wenn nächstes Jahr Olympus eine TG-5 mit manueller Zeiteinstellung bringt??

Dirk Boujong, Juni 2015
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Osterfahrt 2014 Triest

Ostern im Reich des Grottenolms  

Die Höhlengruppe des DAV Bamberg ist unterirdisch aktiv, also unsichtbar.
Der Bericht soll zumindest die alljährliche Osterwochenfahrt der zahlenmäßig kleinen, aber sehr aktiven Gruppe sichtbar machen. Stellvertretend für viele andere hier die Erlebnisse einer Kleingruppe mit Erno Queissner, Edgar Krapp, Laura und Johanna Arnold, der sich oft andere Höhlenfreunde anschlossen. Ziel: italienisch – slowenischer Karst um Triest mit hunderten toller Höhlen. Unterkunft: Zeltplatz bei Triest mit ca. 40 anderen Höhlenfreunden aus Bayern und Baden- Württemberg. Viel Ausrüstung war nötig für so verschiedenartige Touren in Schacht- und Wasserhöhlen:
Also hatten wir einen Gepäckanhänger dabei. Wir hatten nichts vergessen, aber auch nichts auf Anhieb gefunden. Auf dem Zeltplatz war die Parzellengröße eines Einfamilienhauses nötig, zum Trocknen und Sortieren des Materials. Fahrzeug: Lada Niva (russischer Geländewagen), für felsige oder schlammige Höhlenzufahrten viel geeigneter als für flottes Reisen auf der Autobahn. Daher kamen wir bei Abfahrt am Mittwochabend und 700 km Strecke erst nach 9 Stunden Fahrt am Gründonnerstag früh um 3.00 direkt neben dem Höhleneingang der Grotta Noé an.
Noch vier Stunden Schlaf auf weicher Isomatte im grünen Karst und schon waren wir bereit fürs erste Höhlen-Abenteuer.  
1. Tag Grotta Noé (I):
Beim Anblick des 60 m tiefen Loches mit 30 m Durchmesser im flachen Karst (ohne Geländer oder Warnschilder!), waren wir trotz des wenigen Schlafs alle putzmunter. Zum ersten Mal im Leben ein Seil einbauen mit zwei Umsteigstellen an der senkrechten Wand und dann 50 m Luft unterm Hintern im sich nach unten erweiternden Schacht erforderten volle Konzentration: Erno war ein anpruchsvoller Lehrmeister! Und woher kam nur das ganze Adrenalin, wo wir doch nichts gefrühstückt hatten? Die Räume unten waren sehenswert. Und der Aufstieg an den zwei Steigklemmen? 60 m können ganz schön lang sein, vor allem, wenn die Nebenleute an den drei anderen Seilen schneller sind!
2. Tag Magdalena Jama (SLO):
Nach 40m Abseilen laufen wir zum unterirdischen Fluss Pivka, der 4 km weiter in der Adelsberger Grotte mündet, dieses Ziel hatten wir uns auch gesetzt. Schöne Tropfsteine in den trockenen Gängen, sehr kaltes Wasser auf den Schwimmstrecken. So kehrten wir nach 1km wieder um, da wir trotz der Neoprenanzüge ziemlich ausgekühlt waren (außer einem Teilnehmer, dem es nie und nirgends zu kalt ist). Wir bewunderten Grottenolme, denen das kalte Wasser nichts ausmacht.  (7 Stunden gefroren!)
3. Tag Skamprlova Jama (SLO):
Schacht mit 50m Abseilstrecke, unten weitere Abseil-, Aufstiegs- und anspruchsvolle Quergangstrecken. Schöne Räume, kaum Zerstörungen, einige Fledermäuse -  sieben Stunden Höhlenglück.
4. Tag Ostersonntag – Ausruhtag(!):
Wasserhöhle Markov Spodmol (SLO): Nur 600m durch viele kleine oder große, klare oder schlammige Seen. Wunderschöne Fließfacetten, die Formen der Höhle waren ein Vier-Stunden - Fest für die Augen! Bei Schneeschmelze kann hier ein beachtlicher Höhlenfluss herausströmen!
5. Tag Grotta Elmo (I):
80m tiefer, düsterer Schacht, unten ein großer Raum mit traumhaften Tropfstein- und Sinterbildungen. Weil die Befahrung mit drei Stunden so kurz war, gab es als Zugabe die Grotta Ternovica (I) mit nur 40 Meter Abseilen. Unten standen und hingen riesige, wunderschöne Tropfsteine, die wegen der vielen Höhlenbesucher aber nicht mehr unversehrt, und daher nicht ganz so zauberhaft wie in den schwierigeren Höhlen, waren. Aber immerhin: in der Höhle war es trocken und gemütlich, draußen tobte ein Wolkenbruch, nach 3 Stunden mussten wir wieder hinaus.
6. Tag Blazev Spodmol (SLO):
Erno Queißner beschreibt seinen schönsten Höhlentag:   Für mich war diese Höhle der Höhepunkt des Urlaubs! Meine Mitfahrer hatten ja die höchstmögliche Animation in Sachen Freizeitgestaltung bei mir gebucht. Das war jeden Tag eine große Herausforderung für mich, diesen hohen Ansprüchen meiner Begleiter gerecht zu werden. In den ersten fünf Tagen war das sehr leicht für mich, da ich die Höhlen schon kannte und  mir sicher war, dass ich mein Team mit diesen Touren zufriedenstellen kann. Am letzten Urlaubstag war alles ganz anders: Eine neue Höhle für mich; es gab keine Informationen, welches Material benötigt wird oder ob die Höhle überhaupt sehenswert ist. Der „Blazev Spodmol“ ist eine Ponor-Höhle, d.h. ein Schluckloch, in dem Regen- oder Quellwasser in einer Karsterscheinung abfließt und unterirdisch weiterströmt. Schwer gerüstet für diese abenteuerliche Expedition zogen wir mit Neoprenanzug, mehreren Seilen, Bohrmaschine und unzähligen Karabinern und Laschen los. Der Einstieg war schnell gefunden und die Begeisterung über die Artenvielfalt der Höhlenbewohner groß. An der Wand begrüßte uns ein Kielschnegel, gefolgt von Höhlengrillen, Spinnen, Tausendfüßlern und Asseln. Nach ca. 100 Metern erreichten wir den Grund eines beindruckenden 40 Meter hohen Dolinenschachtes, der sich mit herrlichen Licht- und Schatten- Farbspielen präsentierte. Die Sonnenstrahlen beleuchteten Hirschzungenfarn und violett blühende Taubnesseln im Gegenlicht.   In der Fortsetzung des Gangsystems wurde es zunehmen feuchter. Am eingeschwemmten Holz und Laub wuchsen filigrane Pilzgebilde, und im Wasser tummelten sich Höhlenkrebse und unzählige Blutegel. Gerade diese anhänglichen Tierchen waren fortan unsere treuen Begleiter.
Ein 50 Meter tiefer Canyon mit Sinterfällen musste mit mehreren Umsteigstellen bezwungen werden. Die Wassermengen wurden zunehmend größer und rochen auch nicht mehr so besonders gut. Ein weiterer 15 Meter Schacht endete in einem stinkenden Abgrund. Einige Gumpen mit schwarzem zähflüssigen Inhalt mussten überwunden werden. Gespannt beobachteten wir uns gegenseitig, ob vielleicht einer von uns kopfüber in die stinkende Brühe stürzen würde. Endlich öffnete sich ein schöner Gang mit sauberen Sinterbecken, Fließfacetten und Sinterbildungen an den Wänden. Flussabwärts endete die Höhle in immer enger werdenden lehmigen Gängen. In einem anderen Abzweig wurde das Wasser so tief, dass man schwimmen musste.Da die Gänge immer schmäler wurden und auch die Decke sich bedrohlich der Wasseroberfläche näherte, habe ich diese Stellen für den Endpunkt unserer Tour erklärt. Alle 7 Höhlenkollegen erreichten ohne Schlammtauchen den Ausstieg. Wieder ein tolles Erlebnis und die Neoprenanzüge und Seile wanderten auf dem Campingplatz mit uns unter die Dusche.  

Kulinarisches: Pizzeria mit Familienpizza (Durchmesser 60cm) reichte locker für 4 – 6 Personen!
Osmizze: Heckenwirtschaften wie in Unterfranken mit Wein und Brotzeitplatten, genauso gut und preiswert wie zuhause! Kreative Mädels schufen eine Geburtstagstorte für Bruno, und für die Abende z.B. Gemüserisotto, Grillspieße, Tiramisu, Kaiserschmarrn mit Rumrosinen, alles optisch nur in Zeltplatzqualität, geschmacklich aber mit drei Kochmützen!   Wetter: Meist kühl und bewölkt, man hat außerhalb der Höhlen also nichts versäumt.
Klettersteig- und Klettersachen packten wir gar nicht erst aus. Am Ostermontag fielen (gefühlt) 50 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, jedenfalls war ALLES nass, auch Zelte, Schlafsäcke und Gaskocher, Kleidung sowieso.  
Nebeneffekt nach einigen hundert Meter Aufsteigen am frei hängenden Seil:
der Autor konnte noch nie im Leben so viele Klimmzüge machen wie jetzt!!

  Edgar Krapp

Gigantischer Schacht
Richtig gut um das ein- und abbauen zu üben
    – mit drei Seilen gleichzeitig nebeneinander

Oh nein, man muss ja wieder hoch kommen!
Tageslicht bis auf den Grund
Toll!!!
Auch die vielen Tropfsteine sind nicht schlecht

Nicht zu vergleichen mit den Höhlen der Fränkischen
Ohne die Flutlicht-Taschenlampe vom Erno hätten wir die riesigen Räume gar nicht in ihrem Ausmaß erkennen können.
Ein Erlebnis
 
Laura Arnold

An unserem zweiten Höhlentag die „Magdalena jama“ naht,
die Seile für die Höhlentour waren wie Gummidraht.

Dort Entdeckten wir in einem Teich,
der Grottenolme Höhlenreich.

Da gab es einen reißenden Fluss,
den mann schwimmend durchqueren musst.

Zum Glück haben wir die Strudel gemieden,
es aber geschafft, in den falschen Gang abzubiegen.

Langsam wurde es trotz Neopren ziemlich kalt,
da machten wir zum Fototegrafieren auf einer Insel halt.  

So drehten wir schon nach gut 700 Metern um,
denn ein warmer Tee wäre jetzt ja nicht dumm.

Auf dem Rückweg ist mir leider ein Griff abgebrochen,
und ich wäre beinahe in einem tiefen Wasserloch abgesoffen.

Jetzt gingen schnell alle wieder zum Ausgang heraus,
nur an den Umsteigstellen gabs kleinere Staus.  

Am Tageslicht sammelten wir dann ein bisschen Holz,
abends waren wir über gegrilltes Gemüse ziemlich stolz!

 Johanna Arnold






Seilübungen in Niesten zum Saison beginn

Seilübung am Felsen in Niesten zum Saison beginn


Eingeladen zu der Aktion haben Bruno und Daniela die praktischerweise
Ihr gemütliches Heim
in der Nähe der Felsen haben.


Es wurden verschiedene Seilstrecken mit unterschiedlichen
Schwierigkeiten eingebaut.
An denen man sich austoben konnte.


(Dank an alle die mit eingebaut haben.)


Mit viel Spaß und guten Tipps konnte jeder für sich was finden.


Anschliessend wurde es noch gemütlich bei Daniela und Bruno zuhause,

wo auch noch neben Kuchen eine Flasche Baileys gefunden wurde.


Fazit :Es war grossartig und eine tolle Gelegenheit wieder mal zu üben!!


Vielen herzlichen Dank noch mal an Bruno und Daniela !!!

Anita 

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Besuch vom Landesverband

Am Freitag den 21.02. besuchte uns Martin Harder vom Landesverband . Foto_3.jpg
Er hielt einen Vortrag über die Arbeit des Landesverbandes und dem Fledermausschutz.
Martin ist zuständigt für die Koordination der Fledemauszählungen und leitet die
Koordination zur Universität Erlangen.
Des weiteren zeigte er in seinen Vortrag die weiteren Aufgabengebiete des Landesverbandes in Bayern
und die Schnittstellen zum Hauptverband der Höhlen und Karstforscher in Deutschland.

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Tag des offenen Schachtes 2012

Blaue Flecken und eine neue Erfahrung  

Gespannt wie viele Besucher den Weg nach Roßdorf finden würden, fanden sich 10 freiwillige Helfer am 13.10.2012 zur Premiere des „Tag des offenen Schachtes“ an der C 72 ein. Zum ersten Mal sollte im Rahmen eines Aktionstages keine Frage zur Grabungsstelle der Höhlenfreunde Bamberg mehr offen bleiben.
Gut vorbereitet mit Kaffee, Kuchen, Pinnwänden, Bildern, Plänen du einem großen Abraumhaufen der letzten Grabungsaktion warteten wir schließlich auf unsere Besucher - und wurden nicht enttäuscht.
Sehr unterschiedlich waren die Beweggründe, die unsere Gäste angelockt hatten:
„Wir interessieren uns für alles was mit Höhlen und Geologie zu tun hat.“
„Ich wollte schon immer wissen warum da ein Bauwagen neben der Autobahn steht.“
„Wir schauen öfters auf eure Homepage und wollten jetzt alles einmal live sehen.“
„Ich habe als Kind schon in der Doline gespielt als sie noch verfüllt war.“
Entgegen unseren Erwartung bestand dann auch nicht nur Interesse an theoretischen Informationen zur Doline. Eher das Gegenteil war der Fall: Nach einer kurzen oberirdischen Einführung wollten sich alle Erwachsenen und auch der 9-jährige Alexander in die Dunkelheit stürzen.
Gesichert und von erfahrenen Höhlenfreunden begleitet, machten sich die Neugierigen schließlich über ein Leitersystem auf den Weg in den über zehn Meter tiefen Schacht. Je nach Gefallen schluften einige sogar bis zu den weitesten Grabungsstellen unserer Höhle. Dabei konnten sie viele neue Erfahrungen sammeln. Denn diejenigen, die die komplette Höhle befahren wollten, mussten mit vollem Körpereinsatz in Dunkelheit und Enge durch den Höhlenmatsch kriechen. Blaue Flecken waren dabei sozusagen vorprogrammiert.   Nachdem wieder alle wohlbehalten an der Oberfläche angekommen waren, sahen wir viele erleichterte, aber auch begeisterte Gesichter. Über die Dreckmenge an der Kleidung unserer Besucher konnte man gut erraten, wer unsere Höhle wie weit erkundet hatte. Während die Kinder anschließend fleißig weiter daran arbeiteten am C 72-Abraumhaufen ihre Kleidung genauso schmutzig zu machen wie die ihrer Eltern, konnten diese bei Kaffee und Kuchen in Ruhe die neuen Erfahrungen verdauen.   Alles in allem hat uns an diesem Samstag viel positives Feedback zur C72 erreicht und uns ermutigt weiter zu buddeln. Und - so wie es aussieht - haben wir auch schon neue Höhlenfreunde für die Speleologie begeistern können…  
Eure Höhlefreunde Bamberg  
Wer unseren ersten Aktionstag verpasst hat und trotzdem gerne mehr über die Höhlenfreunde Bamberg oder die C 72 erfahren möchte, ist herzlich dazu eingeladen an einem unserer Gruppentreffen vorbeizukommen.


Bilder in unserer Galerie , Bitte hier !

Ein Haus für die Fledermaus
Am Samstag den 17.04.2010 fand die Veranstaltung Fledermauskastenbau der Abteilung Höhlenfreunde in Würgau statt.
 „Fledermäuse wurden bereits 1936 unter gesetzlichen Schutz gestellt. Trotzdem konnte ein bedrohlicher Rückgang nicht verhindert werden: Seit den 1950er-Jahren nahmen die Bestände der meisten heimischen Arten drastisch ab. Schätzungen gehen davon aus, dass einige Arten um 1980 nur noch 5 bis 10 % der früheren Bestände aufwiesen. Während beispielsweise um 1960 in manchen Höhlen noch über 3.000 überwinternde Fledermäuse gezählt werden konnten, findet man dort heute kaum noch mehr als 600 Tier. Die früher in Bayern häufigen Kleinen und Großen Hufeisennasen sind vom Aussterben bedroht.
Der Grund für die rückläufigen Bestandsentwicklung lag vor allem in der Anwendung von Holzschutzmitteln in den Wochenstuben-Quartieren sowie in der Ausbringung von Insektenbekämpfungsmitteln und dem Rückgang der landschaftlichen Vielfalt. Alles zusammen führte zu einer deutlichen Abnahme der Großinsekten (wie Käfer), also Nahrung der Fledermäuse. Die auch für Säugetiere und den Menschen hoch toxischen Gifte töteten ebenfalls viele Fledermäuse.
Eine weitere wesentliche Gefährdungsursache für Fledermäuse ist der Verlust von Sommerquartieren. Es fehlt insbesondere an ungestörten Wochenstuben-Quartieren für die Aufzucht der Jungen. Bei Sanierungsarbeiten werden beispielsweise immer noch wertvolle Quartiergebäude verschlossen. Auch der Verlust von Winterquartieren bedroht die Fledermäuse. Insbesondere störungsfreie Stollen und Höhlen werden immer seltener.“ (Quelle: Herausgeber: Bayerisches Landesamt für Umwelt (2008) „Fledermäuse – Lebensweise, Arten und Schutz“ S. 30;)

Den 8 teilnehmenden Kindern und deren Familien wurden die oben genannten Probleme anhand des Spieles „Quartiersuche“ verdeutlicht. Das Spiel wird nach den Regeln der „Reise nach Jerusalem“ gespielt. Die Fledermäuse wetteifern um immer weniger werdende Quartiere.
Zu Beginn bekommt jeder eine Sitzunterlage und jeder sucht sich einen Platz auf der Wiese. Die Kinder sind Fledermäuse auf Quartiersuche. Jede Markierung symbolisiert ein geeignetes Quartier. Die Fledermäuse „fliegen“ nun um die Plätze. Auf das Kommando „Tag“) sucht sich jede Fledermaus ein Quartier. Jetzt erzählt der Spielleiter, warum eines der Quartiere zerstört wird und nimmt die entsprechende Markierung weg. Die Fledermäuse fliegen wieder los. Wer beim nächsten Signal keinen freien Platz findet, scheidet aus. Das Spiel wird wiederholt, bis es nur noch eine Fledermaus gibt.  
Beispiele für Quartierverluste:
-          Dachgeschossausbau
-          Ausbau bzw. Verschließung von Kellern
-          Abdichtung von Ritzen an Hauswänden
-          Zuschütten von alten Stollen und Tunnels
-          Einsatz von giftigen Holzschutzmitteln im Quartier
-          Fällen von Höhlenbäumen
-          Vertreibung der Tiere durch intolerante Gebäudebesitzer
-          Störung von Höhlenquartieren durch Tourismus (natürlich nicht durch die Höhlenfreunde Bamberg)
-          Verschließen von Kirchtürmen (z.B. zur Abwehr von Tauben)
-          mangelnde Pflege oder bewusste Beschädigung von Nistkästen  
Damit unsere Fledermäuse wieder einen Platz zum Schlafen haben, haben sich die Kinder mit ihren Familien sofort eifrig dran gemacht einen Fledermauskasten zu bauen. Alle zusammen haben wir es dann auch geschafft, dass jedes Kind einen Kasten mit nach Hause nehmen konnte.   DSCN2665.jpg
Nach getaner Arbeit und bei schönstem Wetter entschlossen sich die Kinder, Familien und die Veranstalter zum spontanen gemeinsamen grillen. Unter Fachfraulicher Aufsicht wurden original italienische Buscetta und Straußensteaks gegrillt die dann zusammen mit fränkischen Bratwürsten und Steaks verspeist wurden.                                                Fledertag4.jpg
Wir – die Höhlenfreunde Bamberg – bedanken uns für diesen schönen Tag und den super Tagesabschluss.  
Fotos dieses durch und durch schönen Tages finden Sie auf unserer Homepage unter                www.hoehlenfreunde-bamberg.de
Hier gibt es auch noch mehr Informationen zu den Aktivitäten unserer Gruppe. Sie sind auch jederzeit eingeladen einfach mal an einem unser regelmäßigen Gruppentreffen teilzunehmen.  
Vielleicht bis bald
Die Höhlenfreunde Bamberg
                                                                                                                              Daniela Herbert