Höhlenschutz

Höhlenschutz geht jeden an

Höhlen sind äußerst empfindliche Lebensräume und wertvolle wissenschaftliche Archive,
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deshalb werdet Ihr hier vergeblich nach Zugangsbeschreibungen, Koordinaten u.ä. suchen. Natürlich sind sie auch aus ästhetischen Gründen erhaltenswert. Jeder, der schon einmal den Vergleich einer unberührten Höhle mit einer durch Vandalismus zerstörten Tropfsteinhöhle oder einer mit Müll verfüllten Schachthöhle gesehen hat, wird schnell einsehen, daß Höhlenschutz notwendig ist. Karsthöhlen sind keine isolierten Gebilde, sondern als Bestandteil eines großen Karstsystems in einen Gesamtkreislauf eingebunden. Auch in Schauhöhlen werden durch die zahlreichen Besucher viele Parameter beeinflusst, z.B. die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und der Kohlendioxidgehalt der Luft. Im Bereich der Lampen bildet sich oft die typische Lampenflora und zumindest in den erschlossenen Höhlenteilen sind Fledermäuse kaum zu finden. Andererseits sind die Schauhöhlen in der Regel weit weniger von Verschmutzung und von Zerstörungen betroffen, als nicht erschlossene Höhlen.
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Das Höhlenschutzmotto = Benimm-Regeln

Nehmen Sie nichts mit !

Graben Sie in Höhlen keine Ablagerungen auf und entwenden Sie keine Oberflächenfunde. Sie machen sich strafbar und zerstören unersetzliche Kulturschichten. Melden Sie etwaige Funde den zuständigen Denkmalschutzbehörden.

Lassen Sie nichts zurück !

Werfen Sie Abfall nicht in der Höhle weg, er schädigt ein empfindliches Ökosystem. Verwenden Sie keine Fackeln, ihr Ruß schwärzt Höhlenwände und Tropfsteine. Benutzen Sie elektrisches Licht, und nehmen Sie leere Batterien auch wieder mit nach Hause zur umweltgerechten Entsorgung. Machen Sie vor und in Höhleneingängen kein Feuer, der Rauch zieht in die Höhle und kann Lebewesen (Fledermäuse, Schmetterlinge u.a.) töten. Rauchen Sie nicht in der Höhle.

Zerstören Sie nichts !

Schlagen Sie keine Tropfsteine und Mineralien ab, andere Besucher wollen sich auch über eine intakte Höhle freuen. Schon ein bleistiftdünner Tropfstein braucht mehrere Jahrzehnte, um einen Zentimeter lang zu werden. Verlassen Sie vorhandene Wege nicht, zertreten Sie keinen Boden- und Wandsinter. Ritzen Sie keine Inschriften in Höhlenwände.

Schlagen Sie nichts tot !

Schützen Sie die Fledermäuse! Sie sind vom Aussterben bedroht. Vermeiden Sie Winterbefahrungen auch in kleinen Höhlen. Sollten Sie dennoch zufällig eine Fledermaus im Winterschlaf antreffen, berühren Sie sie nicht und entfernen Sie sich möglichst rasch. Neben den Fledermäusen gibt es in Höhlen noch eine große Anzahl von Kleinlebewesen. Durch achtlose Höhlenbesucher werden auch diese Tiere in ihrer Existenz bedroht.

Helfen Sie durch Ihr Verhalten mit, die Welt ohne Licht zu erhalten! Sie sind Gast in ihr!

Wenn sich jeder an das Motto des Höhlenschutzes hält, werden auch noch nachfolgende Generationen die Möglichkeit haben, Karst und Höhlen in ihrer Vielfalt und Schönheit bewundern zu können. Allen Höhlenbesuchern wünschen wir interessante Eindrücke und die entsprechende Rücksichtnahme und Achtung für diese Naturschönheiten.


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